Meine Referenzen

Am besten kann ich Ihnen einen Eindruck geben, indem ich Ihnen ein kurzes Arbeitsbeispiel erzähle:

Meine ersten Supervisionen erlebte ich im Jahr 1985 in der „Kindervilla“ in Scherfede. Die Einrichtung hatte zu der Zeit ein besonderes reformpädagogisches Konzept. Es wurde von Johannes Schumacher entwickelt. Auf Sprache und Milieu wurde genau geachtet. Die Erziehenden wurden „Erwachsene“ genannt und die Nachtbereitschaft hieß „Guter Nachbar“. Hatte ein Kind eine Fensterscheibe eingeschlagen, wurde sie am selben Tag repariert etc. Wir arbeiteten in einer rechten und linken Wohnung sowie in einer oberen und unteren Wohnung. So wurde eine milieutherapeutische Atmosphäre geschaffen.

Unser Team bestand aus zehn Erwachsenen. Wir trafen uns montags bis freitags von 12 Uhr bis 13 Uhr zur Dienstkonferenz. In dieser Runde wurden alle Anliegen besprochen. Es gab ein Konferenzbuch in das alle Punkte, die zu besprechen waren, eingetragen wurden. Man nimmt sprichwörtlich den Wind aus den Segeln, wenn man sein Anliegen schon einmal aufgeschrieben hat. Auch die Kinder und Jugendlichen nahmen an den Konferenzen teil, sofern sie bei bestimmten Punkten involviert waren. Die Erwachsenen hatten sinnbildlich die Aufgabe sich so klein zu machen wie die Kinder, um auf Augenhöhe gemeinsam mit ihnen ihren eigenen Weg zu finden.

Meine Konsequenzen für die Praxis

Die Arbeit in der „Kindervilla“ hat meine Einstellungen, Haltungen und Wertvorstellungen allen Menschen gegenüber sehr geprägt. In Gesprächssituationen gilt es zunächst einmal eine Verstehensbasis herzustellen. Sich zu verstehen ist keine Selbstverständlichkeit. Häufig verwenden wir Begriffe, die ganz unterschiedlich interpretieren werden. Sprechen wir über „Beziehung“ setzen wir möglicherweise voraus, dass wir dasselbe darunter verstehen.

Laut dem Philosophen und Psychotherapeuten Paul Watzlawick ist „Beziehung eine Ansichtssache“. Für mich entstehen und ereignen sich Beziehungen in zwischenmenschlichen Kontakten. Sie können nicht vermittelt oder gelernt werden. Fahrradfahren lernt man nicht, wenn man sich im Fernsehen die Tour de France ansieht. Und die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen lernt man nicht, wenn man ein Buch über gruppendynamische Prozesse liest.

Weitere Referenzen (eine Auswahl)

Volkshochschule Bad Driburg, Brakel, Nieheim, Steinheim
Im Rahmen des Gesprächskreises „Gemeinsam statt Einsam“ fand ein Workshop mit 15 Personen statt. Der Workshop hatte das Thema: „Die Lesefee, der Musikbarde und Berta, die bucklige Brotspinne“. Das Buch „Berta, die bucklige Brotspinne – Eine Geschichte über das Anderssein“ wurde vorgelesen und dazu wurden verschiedene Lieder mit Gitarrenbegleitung gesungen. Abschließend wurden Liedermappen verteilt und die Teilnehmenden wünschten sich Lieder, die sie mit Freude zur Gitarrenmusik mitsangen.

Volkshochschule Höxter, Marienmünster
Hier unterrichtete ich langzeitarbeitslose Jugendliche. Der Arbeitsprozess wurde mit Blick auf ihre Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinsbildung gestaltet.

Volkshochschule Verl, Harsewinkel, Schloß Holte-Stukenbrock
Ich moderierte die Lesung von Hadija Haruna-Oelker, die ihr Buch „Zusammensein – Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit“ vorstellte. Auf der Bühne fand ein anregendes Gespräch über Schubladendenken, Ausgrenzung und Diskriminierung statt. Die Gäste wurden in einer Fragerunde miteinbezogen und es entstand ein lebhafter Dialog.

Verschiedene Kindertagesstätten und soziale Träger
In Köln-Mühlheim arbeitete ich bei der Christlichen Sozialhilfe im sogenannten Brennpunkt in einem Familienzentrum. In der Einrichtung leitete ich eine Gruppe mit 15 Kindern im Alter von 3-6 Jahren. Beim Sozialdienst katholischer Männer arbeitete ich in einem Sozialzentrum für Sinti und Roma. Ich begleitete Kinder, Jugendliche und Eltern bei der Gestaltung ihres Alltags- und Gemeinschaftslebens, wie beispielsweise bei der Antragstellung.

Verschiedene Einrichtungen in der Behindertenhilfe und soziale Träger
Im Jahr 1998 begann ich meine vielfältige Arbeit in der Behindertenhilfe bei der Lebenshilfe Brakel. Unter anderem leitete ich eine Wohnstätte in der 28 Personen lebten. Im Team arbeiteten 30 Mitarbeitende. Ab dem Jahr 2015 lag mein Aufgabenschwerpunkt auf der Konzept- und Projektentwicklung. In Kooperation mit der Heimaufsicht entwickelte ich im Rahmen des Qualitätsmanagements das Leit- und Handlungskonzept dieser Einrichtung.

Als pädagogische Mitarbeiterin begleitete ich Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen beim Kolping Berufsbildungswerk Brakel. Ich arbeitete im Bereich der Berufsvorbereitung. Die Jugendlichen entwickelten ihre persönlichen Berufs- und Lebensperspektiven in acht Berufsfeldern und insgesamt 26 Berufen. Auch individuelle Bedürfnisse wurden berücksichtigt. Ob Heimweh, Liebeskummer oder das Gefühl, ausgegrenzt zu sein, der Gesprächsbedarf der Jugendlichen war enorm.

TU Dortmund, Zentrum für Behinderung und Studium (DoBuS)
Hier fand ein regelmäßiger Austausch mit anderen Studierenden mit Beeinträchtigungen statt. In den Prozessen Peer-Counseling und Peer-Support wurden Kontakte geknüpft und Unterstützungsmöglichkeiten geplant und umgesetzt.

Setzen Sie sich gerne mit mir in Verbindung, um einen Termin zu vereinbaren. In einem kostenfreien Erstgespräch lernen wir uns kennen und überlegen gemeinsam welches Angebot geeignet ist.